Diablo 4: Der kommende Patch löst das größte Mythic-Problem nicht
Inhaltsverzeichnis
- Mehr Mythics lösen das eigentliche Problem nicht
- Der Großvater kann hergestellt, aber nicht ausgerüstet werden
- Prächtige Funken verlieren ihren Wert
- Eine mögliche Lösung für hergestellte Mythics
- Das Crafting bietet weniger Möglichkeiten als zuvor
- Die entfernte Schutzblase in der Grube sorgt für weiteren Frust
- Fehlerbehebungen kommen zu langsam
- Der Jäger dominiert weiterhin die Grube
- Der Druide wird schwächer, während der Jäger unangetastet bleibt
- Andere Klassen benötigen stärkere Builds
- Die Rangliste ist trotz schwerer Fehler nicht aussagekräftig
- Kriegspläne und Beutetruhe brauchen weitere Verbesserungen
Rund um den kommenden Diablo-4-Patch herrscht in der Community viel Unzufriedenheit. Zwar verbessert Blizzard mehrere Belohnungen und erhöht offenbar die Chancen auf mythische einzigartige Gegenstände, doch das zentrale Problem der aktuellen Saison bleibt bestehen: Viele Spieler besitzen die gewünschten Mythics oder könnten sie herstellen, dürfen sie wegen der neuen Ausrüstungsbeschränkung aber nicht sinnvoll verwenden.
Der Patch erscheint am 14. Juli und damit zwei Wochen nach dem Start der Saison. Zuvor wurde bereits ein separater Hotfix veröffentlicht, der Abstürze und Probleme mit dem Shop im Spiel beheben sollte. Die umfangreicheren Änderungen an der Saison und den mythischen Gegenständen folgen jedoch erst mit dem regulären Update.
Mehr Mythics lösen das eigentliche Problem nicht
Mit dem Patch sollen die Chancen auf mythische Gegenstände steigen. Außerdem werden offenbar Fehler behoben, durch die bestimmte Quellen überhaupt keine Mythics fallen lassen konnten.
Zusätzlich plant Blizzard unter anderem folgende Verbesserungen:
- mehr Fragmente des Wahnsinns
- mehr überlegene Unterschlupfschlüssel
- bessere Belohnungen aus Blutzollkammern
- höhere Chancen auf sagenhaft mythische Gegenstände
- Verbesserungen an verschiedenen saisonalen Belohnungen
Auf dem Papier klingt das zunächst sinnvoll. Mehr Mythics bedeuten jedoch nicht automatisch, dass Spieler ihre Builds besser ausrüsten können.
Rob kritisiert vor allem die Kennzeichnung hergestellter mythischer Gegenstände. Von diesen hergestellten mythischen Gegenständen kann ein Charakter nur einen gleichzeitig ausrüsten. Genau dadurch verlieren viele eigentlich starke Gegenstände massiv an Wert.

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Der Großvater kann hergestellt, aber nicht ausgerüstet werden
Ein konkretes Beispiel ist Der Großvater. Das mythische Zweihandschwert gehört zu den begehrtesten Gegenständen für bestimmte Builds. Spieler können ausreichend Materialien besitzen und den Gegenstand sogar mehrfach über den Horadrimwürfel herstellen.
Besitzt der Charakter jedoch bereits einen anderen hergestellten mythischen Gegenstand mit derselben Kennzeichnung, kann Der Großvater nicht zusätzlich ausgerüstet werden.
Das führt zu einer absurden Situation: Spieler investieren Prächtige Funken und andere seltene Materialien in einen gezielt hergestellten Gegenstand, können ihn anschließend aber möglicherweise überhaupt nicht verwenden.
Auch beim Farmen entsteht Frust. Statt des gesuchten Großvaters kann beispielsweise immer wieder Purpurne Felder fallen. Gleichzeitig liegen bereits hergestellte Mythics in der Beutetruhe, die wegen der Ausrüstungsbeschränkung nicht gemeinsam genutzt werden dürfen.
Zurück zur ÜbersichtPrächtige Funken verlieren ihren Wert
Prächtige Funken waren bislang eine wichtige Ressource, weil Spieler damit gezielt auf bestimmte mythische Gegenstände hinarbeiten konnten. In der aktuellen Saison fühlt sich diese Ressource deutlich weniger wertvoll an.
Das Problem ist nicht, dass keine Mythics hergestellt werden können. Das Problem besteht darin, dass die hergestellten Gegenstände durch ihre Kennzeichnung nur eingeschränkt nutzbar sind.
Auch die Fragmente des Wahnsinns und das Rezept „Auf mythisch aufwerten“ leiden darunter. Mehr Fragmente und niedrigere Kosten helfen nur begrenzt, wenn das Ergebnis anschließend nicht zusammen mit einem weiteren hergestellten Mythic ausgerüstet werden darf.
Der kommende Patch erhöht möglicherweise die Menge der verfügbaren Gegenstände, ändert aber nichts an dieser grundlegenden Einschränkung.
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Eine mögliche Lösung für hergestellte Mythics
Die direkteste Lösung wäre, die Kennzeichnung und die damit verbundene Ausrüstungsbeschränkung vollständig zu entfernen.
Falls Blizzard die Macht hergestellter Mythics bewusst begrenzen möchte, wäre zumindest eine Trennung zwischen klassischen und neuen Mythics denkbar. Spieler könnten dann beispielsweise einen hergestellten ikonischen Mythic wie oder den Ring der Sternenlosen Himmel und zusätzlich einen neueren hergestellten Mythic ausrüsten.
Damit bliebe eine gewisse Begrenzung erhalten, ohne dass bekannte und für viele Builds wichtige Gegenstände praktisch unbrauchbar werden.
Zurück zur ÜbersichtDas Crafting bietet weniger Möglichkeiten als zuvor
Die Kritik betrifft nicht nur die Ausrüstungsbeschränkung. Auch an anderen Stellen wurden Herstellungsmöglichkeiten entfernt oder eingeschränkt.
Zuvor konnten beispielsweise drei gleiche Siegel wiederverwertet und gegen eine neue Variante eingetauscht werden. Diese Möglichkeit existiert aktuell nicht mehr. Dadurch haben Spieler weniger Kontrolle über ihre Materialien und sind stärker vom Zufall abhängig.
Gerade bei mythischen Gegenständen fällt das auf. Statt Prächtige Funken und weitere Ressourcen gezielt für einen benötigten Gegenstand einzusetzen, müssen Spieler stärker auf zufällige Ergebnisse hoffen.
Der Horadrimwürfel ist grundsätzlich eine starke Ergänzung des Spiels. Auch die neuen Herstellungssysteme, die Kriegspläne und weitere Inhalte aus Lord of Hatred werden positiv aufgenommen. Trotzdem entsteht der Eindruck, dass Blizzard bei einzelnen Systemen erst mehr Freiheit eingeführt und diese anschließend wieder eingeschränkt hat.
Zurück zur ÜbersichtDie entfernte Schutzblase in der Grube sorgt für weiteren Frust
Ein weiterer Rückschritt ist die entfernte Schutzblase am Ende der Grube. Dort konnten Spieler zuvor ihre Glyphen in Ruhe aufwerten.
Ohne diesen geschützten Bereich können Gegner oder andere Gefahren den Vorgang stören. Für Spieler bedeutet das unnötigen Stress nach einem bereits abgeschlossenen Durchlauf.
Solche Änderungen haben keinen erkennbaren spielerischen Vorteil. Sie nehmen dem Spieler Komfort und Kontrolle, ohne das eigentliche Endgame anspruchsvoller oder interessanter zu machen.
Zurück zur ÜbersichtFehlerbehebungen kommen zu langsam
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Geschwindigkeit, mit der Blizzard auf schwerwiegende Probleme reagiert.
Abstürze im Shop wurden schnell über einen Hotfix behoben. Gleichzeitig dauert es rund zwei Wochen, bis Probleme mit fehlenden Mythic-Drops angegangen werden. Für Spieler wirkt diese Priorisierung schwer nachvollziehbar.
Gerade mythische Gegenstände gehören zu den wichtigsten Belohnungen der Saison. Wenn bestimmte Quellen diese Gegenstände wegen eines Fehlers überhaupt nicht fallen lassen können, betrifft das direkt den Spielfortschritt und die Motivation beim Farmen.
Blizzard ist grundsätzlich in der Lage, kurzfristig Hotfixes zu veröffentlichen. Deshalb stellt sich die Frage, weshalb gravierende Fehler bei Klassen, Beute und Endgame-Systemen teilweise deutlich länger bestehen bleiben.
Zurück zur ÜbersichtDer Jäger dominiert weiterhin die Grube
Besonders problematisch ist die aktuelle Klassenbalance. Der Jäger kann durch einen Fehler praktisch unbegrenzten Schaden verursachen und dadurch Inhalte bewältigen, die für andere Klassen kaum erreichbar sind.
Der Jäger schafft Grubenstufe 150 in 154 Minuten. Spieler können den Fehler außerdem nutzen, um ihre Glyphen bis auf Stufe 150 zu bringen. Normale Builds und andere Klassen benötigen dafür wesentlich mehr Aufwand oder erreichen diese Stufe überhaupt nicht.
Trotzdem wird dieser Fehler mit dem kommenden Patch offenbar nicht behoben.
Das sorgt vor allem deshalb für Unverständnis, weil Blizzard bei anderen Klassen in der Vergangenheit deutlich schneller reagiert hat. Als der Barbar mit dem Aspekt der Grenzenlosen Wut Grubenstufe 143 erreichte, wurde der problematische Effekt kurzfristig deaktiviert. Der entsprechende Build war dadurch zeitweise nicht mehr spielbar.
Beim Jäger bleibt ein wesentlich stärkerer Fehler dagegen über einen langen Zeitraum bestehen.
Zurück zur ÜbersichtDer Druide wird schwächer, während der Jäger unangetastet bleibt
Gleichzeitig behebt Blizzard einen Fehler beim Druiden, durch den die Klasse mehr Schaden verursacht als vorgesehen.
Formal handelt es sich um eine Fehlerbehebung. Das Ergebnis ist dennoch eine deutliche Abschwächung, da der Druide dadurch etwa fünf- bis sechsmal schwächer wird.
Der Druide erreicht aktuell ungefähr Grubenstufe 147 und liegt damit noch unter dem fehlerhaften Jäger. Trotzdem wird der Druide abgeschwächt, während der Jäger weiterhin unbegrenzten Schaden verursachen kann.
Aus Spielersicht ist diese Entscheidung kaum nachvollziehbar. Eine Fehlerbehebung kann technisch korrekt sein, wirkt aber wie ein Nerf, wenn die betroffene Klasse danach nur noch einen Bruchteil ihres bisherigen Schadens verursacht.
Zurück zur ÜbersichtAndere Klassen benötigen stärkere Builds
Während Jäger und Druide im Mittelpunkt der Diskussion stehen, bleiben mehrere Klassen deutlich zurück.
Der Totenbeschwörer erreicht ungefähr Grubenstufe 130. Der Paladin liegt bei etwa Stufe 129. Auch der Hexenmeister könnte Verbesserungen vertragen, insbesondere bei Mechaniken, die sich aktuell unnötig umständlich oder schwerfällig spielen.
Statt nur einzelne starke Interaktionen abzuschwächen, könnte Blizzard schwächere Klassen und Builds gezielt verbessern. Ein umfangreicher Balance-Patch zur Saisonmitte wäre dafür geeignet.
Solche Midseason-Patches gab es bereits. Weshalb Blizzard dieses Konzept nicht konsequent fortführt, ist unklar.
Zurück zur ÜbersichtDie Rangliste ist trotz schwerer Fehler nicht aussagekräftig
Blizzard hat die Rangliste aus der Betaphase entlassen. Gleichzeitig beeinflussen weiterhin Fehler mit unbegrenztem Schaden die Ergebnisse.
Damit verliert die Rangliste einen großen Teil ihrer Aussagekraft. Spieler mit normalen Builds treten nicht unter denselben Bedingungen gegen Charaktere an, die durch fehlerhafte Mechaniken nahezu unbegrenzten Schaden verursachen.
Solange solche Fehler nicht behoben werden, zeigen die Platzierungen nicht zuverlässig, welche Spieler die stärksten Builds entwickelt oder die besten Leistungen erbracht haben.
Zurück zur ÜbersichtKriegspläne und Beutetruhe brauchen weitere Verbesserungen
Neben Mythics und Klassenbalance gibt es weitere Baustellen. Kriegspläne sollten für den gesamten Account verfügbar sein. Derzeit müssen wichtige Fortschritte oder Einstellungen teilweise unnötig mehrfach vorgenommen werden.
Auch der Platz in der Beutetruhe bleibt ein großes Problem. Spieler fordern bereits seit der Beta zusätzliche Fächer. Durch neue Setgegenstände und saisonale Materialien wird der vorhandene Platz immer knapper.
Gerade Spieler mit mehreren Charakteren oder verschiedenen Builds stoßen schnell an die Grenzen der Beutetruhe. Mehr Gegenstände und neue Crafting-Systeme funktionieren nur dann gut, wenn ausreichend Platz zur Verwaltung der Beute vorhanden ist.
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Kommentare:
Schlechteste season die es je gab balancing war noch nie blizz stärke aber momentan einfach nur lächerlich und traurig genau so wie mit den mythics
